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Jan Kobow

Jan Kobow wurde in Berlin geboren und studierte zunächst Orgel (Pariser Schola Cantorum), Kirchenmusik (Hannover) und dann an der Musikhochschule Hamburg Gesang bei Sabine Kirchner. Er gewann 1998 den ersten Preis beim 11. Internationalen Bachwettbewerb Leipzig.

Er konzertiert mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Frieder Bernius, John Eliot Gardiner, Gustav Leonhardt, Jos van Veldhoven, Jeffrey Tate, Thomas Hengelbrock, Masaaki Suzuki, Robin Gritton, Hans-Christoph Rademann, Ludger Rémy, Andreas Spering, Morten Schuldt-Jensen, Marcus Creed, Howard Arman, René Jacobs sowie mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin.

Jan Kobow fühlt sich sehr dem Liedgesang verbunden, besonders dem deutschen Kunstlied der Romantik und gibt regelmäßig Liederabende mit Graham Johnson, Cord Garben, Burkhard Kehring und Phillip Moll. Außerdem musiziert er mit ausgewiesenen Spezialisten am Fortepiano, wie Leo van Doeselaar, Ludger Rémy und Kristian Bezuidenhout. Kürzlich sind zwei Lied-CDs erschienen. Im Jahr 2004 ist er mehrfach beim Kissinger Sommer aufgetreten und wurde mit dem Luitpoldpreis ausgezeichnet. 2005 gab er zusammen mit Kristian Bezuidenhout mehrere Liederabende in den USA und Kanada. In diesem Zusammenhang spielte er Schuberts Schwanengesang ein.

Als Opernsänger war er 2003 zu Gast beim Boston Early Music Festival (Johann Georg Conradi Ariadne). Im Januar 2004 gab er sein Debüt am Théâtre Royal de la Monnaie Brüssel als Telemaco in Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria. Mit dieser Produktion gastierte er auch im Lincoln Center New York sowie in Caen und Luxemburg. Außerdem konzertiert Jan Kobow regelmäßig mit der „Himlischen Cantorey", deren Gründungsmitglied er ist.

Jan Kobow wurde für zahlreiche CD-Produktionen und Rundfunkanstalten verpflichtet. Mehrere seiner Aufnahmen wurden mit dem Deutschen Schallplattenpreis ausgezeichnet. Er war mit mehreren Konzerten an der Aufnahme sämtlicher Kantaten J.S. Bachs („Bach Cantata Pilgrimage") unter der Leitung von John Eliot Gardiner beteiligt.

Engagements 2005: Mozarts Thamos: 26./27./28. (Concertgebouw Amsterdam) und 29. (Philharmonie Köln) Oktober 2005, Nikolaus Harnoncourt, Concertgebouw Orkest Amsterdam; Bach-Kantaten: 14./15. Dezember 2005, Hans-Christoph Rademann, Akademie für Alte Musik Berlin; sowie zahlreiche Konzerte mit Philippe Herreweghe.

Jan Kobow wird auch beim nächsten Projekt der Berliner Kantorei mitwirken, der Aufführung des "War Requiem" von Benjamin Britten am 6. und 7. Mai 2006.


Zuletzt geändert am 26.08.2006 um 20:25:22