Unsere Truhenorgel

truhenorgel

Was haben die Oratorien von Bach, Händel, Mozart und vielen anderen gemeinsam?
Zu ihrer Aufführung benötigt man eine Truhenorgel!

Man könnte zwar – theoretisch – auch eine „große“ Kirchenorgel benutzen, nur lässt sich die leider nicht mitten ins Orchester stellen, und genau dort bräuchte man sie. Also nimmt man eine Truhenorgel. Das ist eine kleine, tragbare Orgel, die auch noch ein Reihe anderer Namen hat: „Orgelpositiv“ (von lateinisch ponere = setzen, stellen), „Continuo-Orgel“ (weil man mit ihr den basso continuo, die durchgehende, immerzu klingende Baßstimme spielt) oder „Portativ“ (von lateinisch portare = tragen).

Wussten Sie schon …?:

Die Vorgänger der Truhenorgel standen in den römischen Arenen und Theatern und spielten dort seit dem 2. Jahrhundert vor Christus „Unterhaltungsmusik“. Erst im 9. Jahrhundert nach Christus wurde die Orgel zum Kircheninstrument!

Im Jahr 2000 konnten wir durch die Unterstützung zahlreicher Musikfreunde unsere eigene Truhenorgel anschaffen und seither in vielen Konzerten solistisch und als Continuo-Instrument in vielen Oratorien – auch bei Konzertreisen – einsetzen.

Ganz herzlichen Dank allen Spenderinnen und Spendern!

Die Orgel hat 54 Tasten mit insgesamt 246 Pfeifen.

Ihre Register sind:

Gedackt 8-Fuß
Flöte 4-Fuß
Flöte 2-Fuß
Quinte 2-2/3-Fuß
Prinzipal 8-Fuß im Diskant, also bei den höheren Tönen.

„Fuß“ meint übrigens das Längenmaß unserer Großväter mit circa 30 cm und bedeutet, daß die tiefste und damit längste Pfeife des betreffenden Registers die benannte Länge hat; also eine Flöte 4-Fuß ist immerhin einen Meter und 20 Zentimeter lang.